Die Beispielberechnung für die private Krankenversicherung

Die Beispielberechnung für die private Krankenversicherung

Bei der Abwägung einer Entscheidung für oder gegen die private Krankenversicherung, stellt sich natürlich immer die Frage nach den Kosten. Nach wie vor hält sich das Gerücht hartnäckig, die Kosten für die private Krankenversicherung wären ganz besonders hoch. Tatsächlich ist das gar nicht immer der Fall. Gerade Beamte oder auch Versicherungsnehmer mit einem geringen Einkommen profitieren teilweise deutlich von der Berechnung für die private Krankenversicherung.

Natürlich lässt sich nicht generell sagen, wie hoch die monatlichen Beiträge sind. Das hängt damit zusammen, dass die Anbieter verschiedene Grundlagen für die Berechnung haben, aber auch einfach ganz unterschiedliche Beitragshöhen festlegen. Schließlich handelt es sich bei der privaten Krankenversicherung nach wie vor um ein Vertragsangebot, das für beide Seiten freiwillig ist und damit auch der freien Marktwirtschaft unterliegt.

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Die Berechnung der PKV für Arbeitnehmer

Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, einen Zuschuss von ihrem Arbeitgeber auch zur privaten Krankenversicherung zu erhalten. Alles was dafür notwendig ist, ist das Einreichen von einer Bescheinigung beim Arbeitgeber. Wie hoch die Zuwendung ist, ist abhängig von der Höhe des Beitrages. Gemessen wird dabei an der Grundlage der Kosten für eine gesetzliche Krankenversicherung. Wer eine private Krankenversicherung mit einem Tarif wählt, bei der die Kosten nicht höher als bei einer gesetzlichen Krankenversicherung liegen, der erhält 50% der Kosten durch den Arbeitgeber erstattet. Alles was über dem normalen Beitrag liegt, zahlt der Versicherungsnehmer selbst.

 

Die Berechnung ist relativ einfach. Die derzeitigen Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung (2015) liegen bei einem Beitragssatz von 14,6 Prozent. Bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 2500 Euro, hat der Beitrag eine Höhe von rund 375 Euro. Hier übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der Kosten. Wer sich nun dafür entscheidet, in die private Krankenversicherung zu gehen, der erhält ebenfalls die Hälfte der Kosten für einen Beitrag, der 375 Euro nicht überschreitet. Hier müsste der Versicherungsnehmer also höchstens rund 190 Euro für die private Krankenversicherung aufbringen. Wer sich natürlich für zusätzliche Tarifdetails entscheidet, der trägt die Kosten dafür selbst.

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Mit der Selbstbeteiligung sparen

Eine Möglichkeit, den monatlichen Beitrag für die private Krankenversicherung noch zu senken, ist die Anwendung von einer Selbstbeteiligung. Mit der Selbstbeteiligung lassen sich die Kosten deutlich verringern. Die Selbstbeteiligung kann das ganze Versicherungsjahr über eingesetzt werden, so lange bis der Betrag erreicht ist. Dieser Betrag kann bei 100 Euro liegen oder auch bei 400 oder 500 Euro. Je höher die Selbstbeteiligung, desto geringer der Betrag für die private Krankenversicherung. Teilweise kann die Selbstbeteiligung aber auch dafür sorgen, dass Versicherungsnehmer mehr zahlen als ohne Selbstbeteiligung. Dies betrifft vor allem Versicherungsnehmer, die häufig krank sind und damit die Selbstbeteiligung komplett einsetzen. Wer weiß, dass er innerhalb des Jahres häufig zum Arzt geht, der verzichtet daher besser auf die Selbstbeteiligung. Es besteht die Möglichkeit, sich durch den Versicherungsanbieter ausrechnen zu lassen, bis zu welcher Höhe die Beteiligung sinnvoll ist. Bei einem Versicherungsvergleich von privaten Versicherungsanbietern, sollte dieser Aspekt ebenfalls mit einbezogen werden. Hier kann es sich auch lohnen, einen unabhängigen Versicherungsvergleich durchführen zu lassen und so die günstigsten Angebote zu finden.